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Heinz_Taenzer

 
Der Tänzer
Natarajasana
 
Heinz Grill im Institut
Jan. 2010
Skorpion
Der Skorpion
Vrscikasana
Das Flankendreieck, parsva trikonasana
 
Diese bereits anspruchsvolle Variante der Dreiecksform wirkt auf das so genannte zweite cakra (svadhistana) und verdeutlicht eine Bewegung, die mehr dynamisch geschlossen und fließend beschrieben werden kann.
Neben der außerordentlich stabilisierenden Wirkung auf das Willensleben des Menschen wirkt sie zudem beruhigend, reinigend und ausgleichend – und dies besonders auf das wässrige Element im Menschen (z.B. auf das Lymph- und Venensystem und auf den Bereich des Dünndarm).
Diese Übung ist bei einer richtigen Ausführung sehr wohltuend bei gestauten und schmerzhaften Beinen, sowie bei Problemen im Lendenwirbelbereich.
Die kräftigende Wirkung geschieht hierbei durch eine zentrierende Geste der Beine hin zur Beckenregion, die aber auch rhythmisch als ausfließende kraftvolle Dynamik in beide Beine zurückfließt und das seitliche Bein hochstemmt.
Der Oberkörper bleibt dabei leicht und entspannt und die Wirbelsäule erfährt sogar eine geordnete Ausdehnung aus der Mitte (dem dritten Zentrum, manipura).
Flankendreieck
Diese beiden relativ einfachen Übungen – der Zehenspitzenstand, padangusthasana und das Andreaskreuz, samdhisthana – können nach H. Grill dem Herzzentrum, dem so genannten anahata cakra zugeordnet werden.
 
Eine sinnvolle inhaltliche Gestaltung innerhalb der Ausführung, die einerseits brauchbare Vorstellungen zur Übung aufbaut und zudem mit einer zielorientierten Absicht eine empfindsamen Auseinandersetzung ermöglicht, führt zu einer heilsamen und aufbauenden ästhetischen Praxis. Die Übung erhebt sich damit aus einem reinen körperlich vitalisierenden und einem mehr energetisch schwelgenden Prinzip heraus und fördert auf direkte Weise die Bewusstseinskräfte des Menschen – das Denken, das Fühlen und der Wille.
Zehenstand
Andreaskreuz
Das sorglose Gesicht, gomukhasana
 
Der Übende lernt im Sinne des neuen Yogawillens genau vorgenommene Vorstellungen einer Übung auszuführen. Er wird langsam dazu fähig, seine Vorstellungen in die Form zu bringen und dabei eine freie und wache Übersicht über seine eigene Tätigkeit zu bewahren. Erst dadurch gelangt er in eine körperfreiere Ausführungsweise.
 
Das sechste Zentrum, ajna cakra, das hier eine Betonung erhält, besitzt eine Bedeutung für die Gedankenkraft und fachlich gesprochen für die so genannte Schöpferkraft des Bewusstseins. Dieses Zentrum, das seinen Sitz zwischen den Augenbrauen hat, gehorcht der individuellen Kraft des Menschen. Diese Übung besitzt bei einer bewussten Ausführung eine direkt wahrnehmbare und wohltuende Wirkung auf den Verdauungs- und Stoffwechselbereich des Menschen – z.B. bei psychosomatischen Problemen im Magenbereich.
Sorglose_gesicht
Der stehende Halbmond, chandrasana
 
Bei dieser einfachen Übung wird die so genannte „Dynamik der Wirbelsäule“ dadurch erreicht, dass der Übende die einzelnen Teilabschnitte der Wirbelsäule gegliedert wahrnehmen lernt und diese entsprechend ihrer Möglichkeiten in der Bewegung miteinander koordinieren lernt. Die Lendenregion wird dabei gefestigt und stabilisiert, die Schulter-Nacken-Partie entspannt und die Bewegung dynamisch in der Mitte der Wirbelsäule auf Höhe des Sonnengeflechtes (manipura cakra) in eine Streckung erbaut. Diese gezielte Dynamisierung und Spannungsverteilung, die von allen Alterstufen erlernt und ausgeführt werden kann, ist im physiotherapeutischen oder orthopädischen Bereich noch weitgehens unbekannt; jedoch wegen ihrer sehr aufbauenden und heilsamen Wirkung auf Wirbelsäule und den Bewegungsapparat sehr empfehlenswert.
St_Halbmond